Donnerstag, 07.07.2022 15:13 Uhr

Mozart - Klimawandel, Pandemie, Krieg

Verantwortlicher Autor: Wilfried Rühle Berlin, 22.04.2022, 13:26 Uhr
Presse-Ressort von: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Bericht 5069x gelesen

Berlin [ENA] Bereits im Februar erblühten Veilchen als Boten des Frühlings und des bereits eingetretenen Klimawandels. Vor über 230 Jahren hat Wolfgang Amadeus Mozart zum Frühlingsbeginn eine einprägsame Melodie geschaffen, die aber heute die Tragik des Klimawandels verdeutlicht. Es ist aber auch eine tiefe Symbolik, die nicht nur den Klimawandel, sondern auch als eine "Davon-Position" - die Pandemie – und nun auch den Krieg manifestiert.Nach dem Text von Overbeck "Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün, und laß mir an dem Bache die kleinen Veilchen blühn!", war es die Sehnsucht der Kinder wieder im Freien spielen zu können. Heute blühen eben diese Veilchen nicht erst im Mai, sondern rund 2 Monate früher. Vor über 230 Jahren war es der lange anhaltende und stets strenge Winter, der das Spielen im Freien unmöglich machte. Heute war es der Lockdown, der die Kinder in ihrem zuhause verbleiben ließ. Mit der Feststellung, dass der diesjährige Winter der Wärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen ist, wird dieser Gegensatz zur damaligen Zeit besonders akzentuiert.

Der Zusammenhang von Klimawandel und Pandemie ist zwischenzeitlich unbestritten. Das Hoffen, dass die weltweiten Aktivitäten gegen den Klimawandel nicht nur politische Deklarationen, sondern beschleunigtes aktives Handeln werden, wird überschattet von Kriegen. Der erneute Krieg – nunmehr in der Ukraine – lässt den weltweiten Rüstungsaufwand in das Unermessliche abtriften – oder wie der Papst zusammenfasst als – irrsinnig - bezeichnet. Es ist in diesem Zusammenhang mit dem erneuten Krieg zwar richtig „von einer Zeitenwende zu sprechen“, aber die Zeitenwende trat nicht erst mit dem Krieg in der Ukraine ein, sondern schon mit dem Irakkrieg oder den in Afghanistan ein, der bis heute nicht aufgearbeitet ist.

Und schon gar nicht die damit verbundenen Kriegsverbrechen. Wäre die Welt bereits zu diesen völkerrechtswidrigen Kriegen auf die Barrikaden gegangen, hätte sicher durch die weltweite Allianz gegen Krieg auch die Diplomatie im Ukraine- Russlandkonflikt eine Chance gehabt. Auch hätte der Ultranationalismus in der Ukraine mit der Errichtung von Denkmälern für den ukrainischen NS-Kollaborateur und Kriegsverbrecher Bandera und Symbolfigur zum Maidan eine internationale Gegenströmung erhalten. Und so ist die Welt erneut mit einem Krieg konfrontiert, deren Eskalationsspirale sich immer weiter beschleunigt.

Trotzdem bleibt es notwendig, an die Vernunft und Fähigkeit der Politiker zu glauben, die befähigt werden sollten, ein auf die Zukunft der Menschheit gerichtetes Handeln zu gewährleisten und hoffentlich auch werden, in deren Ergebnis man sich zukünftig auch an blühenden Veilchen und Mozart erfreuen kann und die Welt nicht für immer durch einen Atomkrieg versunken ist.

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