Samstag, 19.10.2019 22:01 Uhr

... wenn sich die Jugend erhebt

Verantwortlicher Autor: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Berlin, 03.06.2019, 08:00 Uhr
Presse-Ressort von: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Bericht 5849x gelesen
Die Probleme des Klimawandels werden auf das Wesentliche abstrahiert.
Die Probleme des Klimawandels werden auf das Wesentliche abstrahiert.  Bild: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle

Berlin [ENA] Der Friday for Future am 31.Mai, nach der Großveranstaltung am Brandenburger Tor vor eine Woche, gestaltete sich auf dem Invaliden Platz - Berlin-Mitte - wieder zu einem beeindruckenden und emotional geladenen Klimastreik. Gerade weil schulfrei - war die Beteiligung sehr hoch.

Wieder waren es die kurzen Statements, die diese Veranstaltung bestimmten. Dabei waren die Aussagen zu den Ergebnissen der Europawahl sehr interessant. Einig war man in der Bewertung der Verluste der etablierten Parteien. Es reiche nicht, nach den EU-Wahlen personelle Fragen in den Volksparteien zur Bewältigung der Stimmenverluste zu akzentuieren. Vielmehr müsste an der Spitze der Tätigkeit der Bundesregierung die Politik zur Verhinderung des Klimawandels stehen. Die weiteren Politikfelder sollten flankierend um dieses primäre Ziel ausgestaltet werden. Dabei wird immer wieder in den Statements auf die 26.000 Wissenschaftler verwiesen, die mit ihrer Unterschrift ebenfalls diese Notwendigkeit begründet haben.

Es war auch die weiter zunehmende Breite der Protestbewegung, die sich in den Statements widerspiegelten. Die Eltern der protestierenden Schüler*innen versicherten in ihren Statements genauso wie die "Oma´s", die Klimaprotestbewegung in ihrem Kampf weiter zu unterstützen. Dazu zählt auch die Wissenschaft, die stets nach den Fridays zu Vorträgen zum Klimawandel einlädt. Beeindruckend war die eingelegte Schweigeminute für die bereits vorhandenen Opfer des Klimawandels. Die Demonstanten*innen verharrten auf der Erde kauernd eine Minute lang im absoluten Schweigen, um danach lautstark ihre Forderungen in Sprechchören wieder vorzubringen. "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut."

Eines machte dieser Freitag deutlich, dass die Klimastreikbewegung sich weiter in der Breite der Gesellschaft fest etabliert hat und das Verständnis dafür ausgeprägt ist, sich weiter zur Rettung der Erde engagieren zu müssen. "Um die schlimmsten Auswirkungen eines Klimawandels abwenden zu können, gilt es, für das grundlegende Umdenken in der Politik zu kämpfen, ja, diesen Kampf noch zu verstärken, wie beispielsweise mit der Großdemo in Aachen am 21. Juni." Die Grundposition der Teilnehmer*innen, "weil die Politik versucht, die Proteste auszusitzen, gilt es unbeirrt die Protestbewegung weiter zu führen, noch weltweit zu verstärken." Das ist das Credo dieser Friday-Verstaltung ......wenn die Jugend sich erhebt - zur Rettung der Erde -.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.