Montag, 19.11.2018 13:26 Uhr

Der etablierte Lebensmittelskandal in der EU

Verantwortlicher Autor: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Berlin, 25.07.2018, 17:22 Uhr
Presse-Ressort von: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Bericht 5764x gelesen
Der etablierte ukrainisch-spanisch-deutsche Lebensmittelskandal.
Der etablierte ukrainisch-spanisch-deutsche Lebensmittelskandal.  Bild: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle

Berlin [ENA] Bereits vor mehr als einem Jahr wurde dieser internationale Lebensmittelskandal unter "Zunderschwamm - ein Zankapfel par excellence" publiziert Geändert hat sich kaum etwas. Mit einer stoischen Gelassenheit dümpelt dieser Skandal nach wie vor durch die EU und bringt ordentlichen Profit.

Zur Erinnerung: Das große gesundheitsfördernde Potential des Pilzes Zunderschwamm (Fomes fomentarius) rief auch Profiteure auf den Plan, die mit bewusst manipulierten Analysen zum Inhaltsstoff, dem Beta-Glucan-Naturkomplexes, 2014 ein Novel Food "GFPower" im Notifizierungsverfahren in Belgien bestätigt bekommen hatten. Der analytische Knackpunkt besteht darin, dass dieses Novel Food einen 70%igen Chitinanteil haben soll. Das ist technologisch absolut unmöglich zu produzieren, so dass der tatsächliche Chitinanteil nur mit <10% nachgewiesen wird. Das unter "GFPower" tatsächlich verkaufte Produkt hat dementsprechend nur einen Chitinanteil von <10%. Folglich wird ein Produkt EU-weit widerrechtlich als „zugelassenes“ NOVEL FOOD verkauft.

Der Ursprung kommt aus der Ukraine mit dem Mycoton (2002) und nachfolgend als GFPower (2014) mit 70% Chitin.
Analyse für das Forschungsinstitut Biopol - der Beta-Glucan-Komplex weist 7,3 bzw. 5,0% Chitin aus.
Auszug aus offiziellem Dokument der BVL mit der eindeutigen Aussage zu 70% Chitin.

Die belgische Behörde informierte noch am 27.03.17, dass dieses Produkt nach wie vor auf dem Markt ist. Ausdrücklich wird in den Zulassungskriterien der EU für Novel Food auf die exakte analytische Bestimmung der Inhaltsstoffe hingewiesen, von der die Bewertungen als neuartiges Lebensmittel abhängen und damit auch für die Gesundheit. Dass trotzdem derartige und gravierende Verstöße in der Analytik zu diesen Lebensmittelskandal ausufern konnten, ist nach Info der EU- Kommission, vom 03.11.2016, den deutschen und belgischen Behörden bekannt und wird untersucht, ohne dass dieser Lebensmittelskandal vom Tisch ist. Der Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz, Herr Maas, wurde am 23.03.2017 informiert und um Intervention gebeten.

Auszug aus der ukr. Website vom Sept.2016. Die Wissenschaft wird erfolgreich zur Verschleierung des Betrugs mobilisiert.
Die ukr. - spanische Kooperation begann 2009 - der Weg in die EU. Der Lebensmittelskandal wird erfolgreich etabliert.
Novel Food - Kopie vom März 2017. Die Kontinuität des Betruges. q.e.d

Am 24. April 2017 ließ der Bundesminister antworten und verwies auf die Zuständigkeit der Justizbehörden für die Aufklärung und Verfolgung von Straftaten. Die Werbeaussage zu diesem Novel Food rauscht nach wie vor durch das Internet, wie seit 2014 nach der Bestätigung des Notifizierungsantrages durch die zuständige belgische Behörde und der späteren Offenbarung des Betruges durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Berlin.

Seit 2014 das Novel Food bestätigt - Notifizierungsverfahren mit gefälschter Analyse.
Es gilt als allgemeines Wissen, dass dies Betrug am Verbraucher ist.
Nochmals - die Verantwortung für die bisherige Akzeptanz des Skandals liegt bei der Staatsanwaltschaft.

Das ist zwar kein Skandal, vergleichbar mit den gepanschten Medikamenten aus der Apotheke, die den Krebspatienten verabreicht wurden. Aber auch dieser Skandal sollte uns zu denken geben. Gefälscht - gepanscht - Profit - und wir schauen zu? Vertiefende Unterlagen sollten auch bei dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nachgefragt werden.

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