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Ein vergessener Friedhof

Verantwortlicher Autor: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Neuruppin, 22.08.2017, 10:06 Uhr
Presse-Ressort von: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Bericht 4940x gelesen
Der vergessene Friedhof - der Eingang
Der vergessene Friedhof - der Eingang  Bild: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle

Neuruppin [ENA] Auf den Spuren von Fontane durch die Mark Brandenburg zu wandern, hat nach wie vor den großen Reiz des Besonderen. Kurz vor seiner Geburtsstadt Neuruppin stößt der Wanderer nicht nur auf die Schönheiten der Natur, sondern auch auf den "vergessenen Friedhof".

"Wanderungen durch die Mark Brandenburg" ist sicher eines der bekanntesten Bücher von Theodor Fontane. Zweifellos fühlt man sich in die Zeit vor rund 140 Jahren zurückversetzt, genießt man die Spaziergänge um die Geburtsstadt von Fontane rund um Neuruppin. Es ist der Hauch der Romatik verspürbar, unter den Bäumen alter Alleen Halt zu machen, die riesigen Eichen bewundernd, die Ruhe zu genießen. Eine Ruhe, die plötzlich übergeht in eine Zeit des Nachdenkens, wenn man durch die Pforten des Friedhofes geht, die eine vergessene Zeit mit ihren Menschen und ihrem Schicksal, ihren Freuden, dem Glück und der Hoffnung symbolisieren kann. Es ist die schmale Allee, mit der plötzlich beginnenden Dunkelheit, mit einer fast geisterhaften Ruhe.

Das Tor in das Vergessen.
Fast magisch fühlt man einen Sog, diesen Weg zu beschreiten.
Die Allee uralter Bäume lässt das Sonnenlicht verblassen.

Kein Hinweisschild macht darauf aufmerksam, dass man einen Friedhof betritt. Man dringt einfach in das Vergessen ein, das rechts und links des Weges durch das alles überwuchernde Efeu plötzlich eine Symbolik erhält. Man erkennt noch die seichten Grabhügel, hier und da Grabsteine oder deren Fragmente. Aus dem Sommerlicht des Tages kommend, wirkt dieser Moment doch wie ein Schock. Man beginnt die Vergänglichkeit des Lebens zu begreifen an einem Ort, der gerade diese Vergänglichkeit beherbergt. Unwillkürlich wird man die Frage nicht los, ob das eigene Leben auch ohne Spuren versinken kann. Man ist froh, wenn man die Friedhofsallee verlassend wieder in das Sonnenlicht eintaucht mit allen den Freuden und Schönheiten des Lebens und des Friedens.

Efeu bedeckt den Boden. Die ehemaligen Gräber kann man erahnen.
Unter den Steinen sind Schicksale verborgen.
Vergänglichkeit.
Das Ende der Allee in Sicht.
Das Tor, zurück in das blühende Leben.
Spätsommerliche Wiesen.
Die Schönheit der Natur.
Wege über´s Land.
In der Ferne - Neuruppin. Ein Spaziergang á la Fontane.
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