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Der zukunftsorientierte Werk- und Wirkstoff Pilz

Verantwortlicher Autor: Wilfried Rühle Berlin, 12.10.2022, 21:43 Uhr
Presse-Ressort von: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Bericht 9213x gelesen
Der Zunderschwamm
Der Zunderschwamm   Bild: Wilfried Rühle

Berlin [ENA] Der zukunftsorientierte Werk- und Wirkstoff feiert 2022 sein 16-jähriges Jubiläum. Aus dem nachwachsenden Rohstoff Pilz wurde erstmalig in der Welt der bestimmende Komplex analytisch exakt bestimmt und als eine Hohlfaser identifiziert. Es handelt sich um den bereits legendären Pilz Zunderschwamm.

Der Pilz Zunderschwamm dominierte zum Feuermachen, war auch in der Volksmedizin seit Jahrtausenden bekannt. Erst im April 1827 erfolgte die 1. Zäsur in der Anwendung.Der Apotheker John Walker verkaufte erstmalig Zündhölzer und verdrängte den Zunderschwamm zum Feuermachen. Aber genau 180 Jahre später erfolgte die 2. Zäsur. Im April 2007 wurde der Hauptbestandteil des Zunderschwamms der Beta- (1,3)-(1,6)-D-Glucan-Melanin-Chitin- Naturkomplex mit der exakten Analyse im Forschungsinstitut Biopol e.V. definiert und als eine Hohlfaser identifiziert. Seit dieser Zeit geht die Anwendung mit riesigen Schritten vorwärts. Der innovative Wirk- und Werkstoff hält Einzug in die Gesundheits- und Kreativwirtschaft und heute aktuell als Biosorbent.

Der Zunderschwamm an Birke
Die Hohlfaser -zu ca. 80% Bestandteil des Zunderschwamms.
Das Zunderschwammpulver.

Aus aktuellem Anlass wird jedoch das Interesse auf ein weiteres Feld der getätigten Anwendungsforschung gelenkt. Es ist die Fähigkeit, die aufbereitete Fasersubstanz des Zunderschwamms als Biosorbenten für Schwermetalle und Radionuklide zu verwenden. Nach den Technologien des Forschungsinstituts Biopol e.V. wurde mit dem Kurchatow- Institut Moskau der Biosorbent entwickelt und getestet. Er ist in der Lage, Radionuklide aus Feststoffen, wie auch aus flüssigen Medien zu adsorbieren. Der dann so kontaminierte Biosorbent wird anschließend verglast und deponiert. Entwickelt wurde dieser Biosorbent unter dem Aspekt, bei Havarien der AKW´s sofort reagieren zu können, um eine Umweltkatastrophe besser im Zaum zu halten, bzw abzuwenden.

Locoton war die damalige Bezeichnung des Biosorbenten.

Das damalige Umweltministerium wies 2011 die Vorschläge, den Biosorbent als Havarievorsorge zu speichern, mit dem Hinweis zurück, dass unsere AKWs in Deutschland die notwendigen Sicherheiten haben. Gegenwärtig gestaltet sich die Situation etwas differenzierter. 1. Die bestehenden AKWs bleiben vorerst am Netz, 2. international steigt die Anzahl der AkWs. Das Potential für eventuelle Havarien ist damit vorhanden. Zudem rückt der Einsatz von Atomwaffen im Ergebnis der galoppierenden Eskalation im Krieg Rußland/Ukraine aus dem Reich der Unwahrscheinlichkeit in diese sich eskalierende Realität. Eine Frage, die zeitnah zu beantworten wäre ist, die entwickelten Biosorbenten als eine Art Systemreserve aufzubauen.

Dieser Werk- und Wirkstoff Pilz ist verfügbar, die Technologien der Aufbereitung ebenso. Die Palette der unterschiedlichen Finalprodukte zur Dekontamination von Radionukliden reicht vom einfachen Dekontaminationswerkstoff zur Aufreinigung von Feststoffen und flüssigen Medien bis hin zum Kaffeefilter. Selbstverständlich ist der etwas modifizierte Biosorbent bei oraler Einnahme durch den Menschen in der Lage, Schwermetalle und Radionuklide aus dem Darm aufzunehmen bei gleichzeitiger positiver Auswirkung auf die Stabilisierung des Immunsystems. Wir sollten darüber nachdenken. Nachfragen können an das Forschungsinstitut Biopol e.V gerichtet werden.

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