Mittwoch, 18.07.2018 00:44 Uhr

Heilpilze im Aufwind

Verantwortlicher Autor: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Berlin, 07.11.2017, 00:12 Uhr
Presse-Ressort von: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Bericht 6935x gelesen
Nachwachsender Rohstoff
Nachwachsender Rohstoff "Pilz".  Bild: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle

Berlin [ENA] Der nachwachsender Rohstoff "Pilz" ist für die Gesundheits-und Kreativwirtschaft auf dem Vormarsch. Heilpilze erleben eine nachhaltige Renaissance. Das 11. Berlin-Brandenburgische Forschungssymposium des Forschungssinstitutes Biopol e.V. setzte dazu die Akzente im Innovationspark Wuhlheide Berlin.

Die Heilpilze aus pharmazeutischer Sicht zu bewerten, war der Inhalt des Impulsvortrages von Frau Prof. em. Dr. Lindequist, Institut für Pharmazie der Ernst-Moritz Universität Greifswald. Aus Sicht der Pharmazie wurde erstmalig richtungsweisendes Wissen vermittelt wie beispielsweise zu Beta-Glukanen, Triterpene, Nucleoside, Proteine, auch in der Verbindung mit der Auswertung der "International Medical Mushroom Conferenz“ vom September 2017 in Palermo. Herr Dr. Merdivan, Institut für Pharmazie der Ernst-Moritz- Universität Greifswald, hat ergänzend Fragen der Qualitätsparameter in den Mittelpunkt seines Referates gestellt mit dem Ziel, der Etablierung von Methoden zur QS von Pilzprodukten.

Spektakulär war der Beitrag des Herrn Prof. Dr. Lelley, der zur Verfügung gestellt wurde. Die "Suche nach der Wiege der Mykotherapie" konnte eindeutig beantwortet werden, nicht in Richtung der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), sondern des antiken Europas. Anwendungen von Medizinalpilzen bei Prostatahyperplasie und Prostatakarzinom wurde von Herrn Peter Elster vorgetragen. Herr Elster, Vorstand der Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V., hat viele Jahre in einer TCM Klinik in China gearbeitet und dort die Mykotherapie von Grund auf studiert als wesentliche Grundlage seiner heutigen Anwendungspraxis. Als Einsatzgebiete gelten unter anderem die adjuvante Tumortherapie, Allergien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionen uam.

Frau Prof. Lidequist im Vortrag
Blick in das Auditorium. Im Hintergrund die Ausstellungsposter.
In der Pause wurden die Diskussionen weiter geführt.

Der Zunderschwamm hat als "Zunder" zum Feuermachen wie auch als Wundlappen die Menscheit seit der Steinzeit begleitet. Durch das Identifizieren des Hauptbestandteils des Zunderschwammes - den Beta (1,3),(1,6)-D-Glucan-Melanin-Chitin-Naturkomplexes als eine Hohlfaser - genau vor 10 Jahren als wissenschaftliche Leistung des Forschungsinstitutes, waren innovative Erzeugnisentwicklungen möglich - so im Referat des Vorstandes des Forschungsinstituts. Die Ausstellung zeigte, von der Zunderschwammkosmetik bis zur Dekontamination von Radionukliden, die Möglichkeiten, die der unikale Naturbaustein aus dem Zunderschwamm der Kreativwirtschaft erschlossen hat und noch erschließt. Ein Symposium, das wieder Akzente setzte.

Herr Elster erläutert die Mykotherapie an konkreten Beispielen
Dr. Merdivan beantwortet Fragen.
Die Handwerkskunst zur Verarbeitung des Zunderschwamms wurde von Herrn Schaub demonstriert.
Insgesamt 53 Kinderzeichnungen zieren das Rondell des Beratungsraumes
Kinder malen Natur, optimistische Zeichnungen.
Natur zeichnen - Umweltbewußtsein formen.

Der Slogan des Forschungsinstitutes: "Unser Engagement jetzt und heute - für das zukünftig Erforderliche" bedeutet ebenfalls, sich nicht nur gemeinnützig für die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Wissenstransfer in die Gesellschaft zu engagieren, sondern auch, den Kindern die Natur nahe zu bringen für ein Umweltbewußtsein, das unsere Zukunft prägen wird. "Kinder malen die Natur". 53 Kinderzeichnungen gestalteten den Tagungsraum. Diese 53 Zeichnungen sind aus einer Gemeinschaftsinitiative mit der gGmbH "Pankower Früchtchen" entstanden. Ein Forschungssymposium zu nachwachsenden Rohstoffen der Natur - die Kinder malen die Natur- die gute Symbiose. Impulse aus dem Innovationspark Wuhlheide Berlin.

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